Einer, der Geld vergraben hat, will es selbst wieder ausgraben

From Pasakas un teikas
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Ein geiziger Vater hatte einen einzigen Sohn, mit dem er nicht einverstanden war. Der Sohn war zwar ein sparsamer Bauer und ein tüchtiger Arbeitsmann, aber der Vater hielt ihn für verschwenderisch und wollte ihm sein Geld nicht hinterlassen. Als der Alte sein letzte Stündchen nahen fühlte, passte er auf den Sohn auf: als der Sohn das Haus verließ, nahm er seinen Geldtopf und begab sich in die Korndarre. Aber auch der Sohn bewachte seinen Vater. Er eilte noch vor ihm in die Korndarre und versteckte sich auf den Darrbalken. Der Vater grub vor dem Darrofen ein Loch aus, legte seinen Geldtopf hinein und vergrub ihn, indem er sprach: "Nur dasselbe Händchen, das es vergraben hat, soll es wieder herausholen!" Bald darauf starb der kranke Vater. Der Sohn begab sich in die Korndarre und wollte das Geld ausgraben, aber er konnte und konnte es nicht finden. Schließlich erinnerte er sich an die Worte des Vaters und begann mit dessen Hand zu graben. Nach kurzer Zeit fand er den vergrabenen Geldtopf. Der Vater hatte viel Geld gespart, sodass der Sohn ein reicher Mann wurde.

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