Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Ein reicher Mann spürt, dass seine Tage gezählt sind, und bereitet sich auf das Sterben vor. Eines Tages gräbt er unter einer Eiche einer Grube, in der er sein Geld verstecken will. Sein Knecht hatte beobachtet, dass der Bauer sich an der Eiche zu schaffen gemacht hatte. Am Abend, als alle anderen bereits zur Ruhe gegangen waren, kletterte er auf die Eiche. Und richtig: gegen Mitternacht erscheint der Bauer mit einem schweren Geldsack und schüttet das Geld in die Grube. Dann macht er ein Kreuzzeichen und spricht: "Liege nun, mein Geldchen, so lange, bis man neun Männerköpfe für dich gibt!" Da sagt der Knecht auf der Eiche: "Nicht neun Männerköpfe! Neun Hahnenköpfe genügen!" "Nein, neun Männerköpfe!" beharrt der Bauer. Da sagt der Knecht mit tiefer Stimme: "Neun Hahnenköpfe genügen!" Der Bauer: "Wir wollen es bei neun Männerköpfen belassen!" Diesmal ruft der Knecht mit ganz tiefer Stimme: "Aber ich sage dir, dass neun Hahnenköpfe genügen!" Da antwortet der Bauer eingeschüchtert: "Wenn der barmherzige Gott es so will, so sollen neun Hahnenköpfe genügen." Nach einigen Tagen stirbt der Bauer. Der Knecht erzählt alles der Bäuerin. Sie beschaffen sich neun Hähne, bringen sie zu der Stelle, an der der Bauer das Geld vergraben hat, und schneiden ihnen die Köpfe ab. Dann holen sie das Geld heraus und braten die Hähne zum Leichenschmaus.

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