Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Ein Bauer hatte schon ein ziemlich hohes Alter erreicht. Er kränkelte zwar, aber sterben tat er auch noch nicht.

An einem Sonntagmorgen schickte er alle Leute seines Hofes zur Kirche. Der Knecht ging jedoch nicht zur Kirche, sondern kletterte auf eine hohe Tanne, die am Wiesenrand stand. Als nun alle aus dem Haus waren, machte sich auch der Bauer mit einem Trog auf den Weg: unter der großen Tanne am Wiesenrand schüttete er Kupfergeld aus dem Trog. Dann ging er wieder nach Hause und kehrte mit einem Trog Silbergeldes zurück. Auch das Silbergeld schüttete er an derselben Stelle aus. Das dritte Mal holte er Goldgeld, schüttete es unter der Tanne aus, bedeckte es mit Erde und sprach: "Derjenige, der neun Menschenköpfe opfern wird, mag das Geld bekommen!" Der Knecht hockte auf einem Ast und sah und hörte, alles. Er rief:

"Nein, nicht neun Menschenköpfe, sondern neun Brüderköpfe!»

Der Bauer glaubte, dass der liebe Gott zu ihm sprach, und antwortete: "Es soll nach deinem Willen geschehen, Herr!" Kurz darauf starb der Bauer. Der Knecht kaufte neun Ferkel, schlachtete sie und brachte sie zur Tanne. Nachdem er alle neun Ferkelköpfe auf die Stelle gelegt hatte, an der der Bauer sein Geld vergraben hatte, kam das Geld von allein aus der Erde hervor.

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