Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Einmal lebte auf einem Bauernhof ein alter Mann, der ziemlich reich war. Aber eines Tages wurde er krank. Als die Bewohner des Hofes an einem Sonntag zur Kirche aufbrachen, merkte der Bauernsohn, dass der alte Mann etwas vorhatte. Deshalb blieb er — von anderen unbemerkt — zu Hause. Kurz darauf erhob sich der Alte von seinem Lager, schüttete sein Geld in einen Topf und begab sich zur Korndarre. Der Bursche wartete eine Weile ab, dann schlich er ihm nach. Als er in die Korndarre kam, sah er, dass der Alte dabei war, vor dem Darrofen eine Grube zu scharren. Der Bursche versteckte sich und beobachtete alles, was der Alte tat. Der Alte vergrub seinen Geldtopf und sprach: "Wer, an dieser Stelle, neun Menschenköpfe hinlegen wird, der wird das Geld bekommen können!" Da sagte der Bursche von oben: "Nicht neun Menschenköpfe, sondern neun Kohlköpfe soll man hinlegen." Der Alte, der glaubte, dass der Bewacher seines Geldes zu ihm gesprochen habe, war damit einverstanden. Dann nahm der Alte den Spaten, versteckte ihn in der Korndarre und ging selbst nach Hause. Der Bursche hatte alles beobachtet. Er ging hinaus und holte neun Kohlköpfe herein, die er vor den Ofen hinlegte. Dann nahm er den Spaten des Alten und grub den Geldtopf aus. Kurz darauf starb der Alte. Der Bursche lebte mit seinem Geld glücklich.

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