Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Bei einem Bauer diente bereits seit vielen Jahren ein Knecht. Einmal erfuhr der Bauer, dass der Knecht ein Zauberer sei und sehr viel Geld habe. Da der Bauer hoffte, nach dem Tod des Zauberers in den Besitz seines Geldes zu kommen, behielt er ihn auf seinem Hof. Bald begann der Zauberer, der bereits sehr alt war, zu kränkeln. Als er merkte, dass seine Todesstunde sich näherte, nahm er seinen Geldtopf und begab sich zur Korndarre, um das Geld vor dem Darrofen zu begraben. Als er den Geldtopf bereits vergraben hatte, sprach er: "Ehe jemand diesen Topf bekommen kann, muss er an dieser Stelle sieben Köpfe hinlegen!" Als der Bauer, der auf die Darrbalken geklettert war, das hörte, berichtigte er ihn: "Sieben Kohlköpfe!" Aber der Zauberer bestand auf seine Worte und antwortete: "Sieben Menschenköpfe!" Doch der Bauer gab nicht nach, und sie begannen zu streiten. Der Zauberer hatte sich jedoch so abgeplagt, dass er auf der Stelle starb. Der Bauer hatte seine Bestimmung als Letzter ausgesprochen. Er kletterte herunter, holte sieben Kohlköpfe herbei und bekam den vergrabenen Geldtopf.

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