Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Comments: Auch Balodis in Lazdona hat eine Sage aufgeschrieben, in der der sterbende Vater sieben Menschenköpfe verlangt, aber sich dann mit sieben Kükenköpfen zufriedengibt, die ihm sein Knecht verspricht. Später bringt der Knecht in seinem Wahn seine sieben Kinder um (LP. V. Anm. 15). P. Š.


Es lebte einmal ein Vater, der einen einzigen Sohn hatte. Der Vater war reich, aber geizig. Früher vergruben die alten Leute ihr erspartes Geld. Als der Alte sein achtzigstes Lebensjahr erreicht hatte, begann er zu kränkeln und wurde immer schwächer und schwächer. Eines Tages begab sich der Alte zur Korndarre. Der Sohn hatte ihn beobachtet, ging ihm leise nach, kletterte auf den Darrboden und schaute ihm durch eine Ritze zu. Der Vater vergrub das Geld und sprach: "Nur derjenige wird das Geld bekommen können, der an dieser Stelle sieben Köpfe hinlegen wird." Nachdem der Alte das Geld vergraben hatte, kehrte er ins Haus zurück, legte sich ins Bett und starb ein paar Tage später. Als der Sohn seinen Vater bestattet hatte, überlegte er, wie er zu dem Geld kommen könnte, denn er musste sieben Köpfe herbeischaffen. Nun hatte er ein Huhn, und das Huhn hatte sieben Küken. Er schnitt den Küken die Köpfe ab und legte sie auf die Stelle, an der sein Vater das Geld vergraben hatte. Dann holte er den Geldschrein heraus und lebt von dem Geld noch heute.

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