Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Früher pflegte man kurz vor dem Tode sein Geld zu verstecken. Ein Bauer, der in Dundaga lebte und erkrankt war, begann eines Morgens sein Geld zu zählen. Sein Sohn hatte das beobachtet. Er begab sich zur Korndarre, kletterte auf den Darrboden und wartete, was nun weiter geschehen werde. Bald darauf kam auch sein Vater mit seinem Geldtopf an. Er stieg in die Ofengrube hinab und verscharrte das Geld im Sand, wobei er sprach: "Dieses Geld bekommt man nur gegen das Leben von drei Männern!" Als der Sohn das hörte, rief er: "Von drei Spatzen!" "Von drei Männern!" "Nein, von drei Spatzen!" Da wunderte sich der Vater und sagte: "Herr, du sollst recht haben, bestrafe mich nur nicht!" Nachdem er das gesagt hatte, ging er ins Haus zurück. Bald darauf ist er gestorben. Nach dem Tode des Vaters schoss der Sohn drei Spatzen, ging in die Korndarre und holte sich den Geldtopf.

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