Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ganz ähnliche Sage hat der Kutscher des Pfarrers von Dundaga erzählt. Er sagte nur, dass man den Hund vor dem Darrofen geschlachtet habe, dann habe das Geld sich finden lassen. Der Sohn gab dem Bettler die Hälfte des gefundenen Geldes und lebte fortan in Wohlstand. L.P.


Ein Bettler kehrte auf einen Bauernhof ein und bat um Nachtlager. Der Bauer gewährte es ihm nicht und jagte ihn hinaus. Der Sohn des Bauern aber folgte dem Bettler hinaus und sprach: "Wohin willst du denn so spät am Abend noch gehen? Draußen ist es kalt, geh lieber in die Korndarre und übernachte dort." Der Alte ging in die Korndarre, kroch hinter den Darrofen und legte sich schlafen!" Gegen Mitternacht erschien der alte Bauer mit einem Scheffel voll Geld, vergrub es vor dem Darrofen und fragte dann: "Herr, welchen Preis sollen wir für das Geld setzen? Einen Menschenkopf?" Der Bettler hinter dem Ofen (anstelle Gottes) antwortete: "Nein, lieber den Kopf eines schwarzen Hundes!" "Nein, Herr, belassen wir es bei einem Menschenkopf!" "Nein, Freundchen, es soll bei dem Kopf eines schwarzen Hundes bleiben!" "Nun, Herr, wie du es willst — so soll es denn beim Kopf eines schwarzen Hundes bleiben!" Am nächsten Morgen ging der Bettler seines Weges.

Nach einem Jahr kehrte der Bettler auf demselben Hof ein. Der alte Bauer, der damals das Geld vergraben hatte, war bereits gestorben, und sein Sohn lebte in großer Armut. Der Vater habe zwar viel Geld gehabt, aber er wisse nicht, wo er es versteckt habe. Als der Bettler das hörte, sagte er dem Sohn, er möchte nur einen schwarzen Hund herbeischaffen. Der Sohn schaffte einen schwarzen Hund herbei. Sie schlugen ihm den Kopf ab und konnten nun ein halbes Lof Geld ausgraben. Der Sohn war jetzt ein reicher Mann, aber er vergaß nicht, auch dem Bettler einen Teil von dem Geld zu geben.

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