Für vergrabenes Geld wird Menschenleben verlangt

From Pasakas un teikas
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Ein Vater vergrub kurz vor seinem Tod sein Geld vor dem Darrofen in der Korndarre, indem er sagte: "Das Geld wird nur derjenige finden können, der eine Frau mit fünf Kindern an diese Stelle bringen wird!" Der Sohn, der auf dem Darrboden hockte, rief: "Ein schwarzer Ziegenbock wird auch genügen!" Der Vater aber ließ nicht locker — er glaubte nämlich, dass der Teufel mit ihm redete — und verlangte: "Nein, Frau und fünf Kinder!" Aber auch der Sohn gab nicht nach: "Nein, es soll bei einem schwarzen Ziegenbock bleiben!" Sie stritten sich noch eine Weile, dann gab der Vater nach, indem er sagte: "Nun, du musst es ja besser wissen!" Der Vater starb. Der Sohn brachte einen schwarzen Ziegenbock in die Korndarre und band ihn an, während er selbst sich ans Graben machte. Als er das Geld ausgegraben hatte, sah er sich nach dem Ziegenbock um, aber von dem Bock war nur noch die Haut übrig geblieben: der Teufel hatte den Ziegenbock (als Preis) für das Geld geholt.