Unter verschiedenen Bedingungen verstecktes Geld

From Pasakas un teikas
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Früher pflegte man das Geld in der Erde zu vergraben und es den Seelen zu überlassen. Dieses vergrabene Geld wurde einmal im Jahr getrocknet, damit es nicht verschimmelte. Meist geschah es in der Johannisnacht. Dann sah man an mancher Stelle ein blaues Feuerchen lodern; näherte man sich jedoch der Stelle, erlosch das Feuerchen. Jetzt kann man nur noch sehr selten solche Feuerchen sehen, da man das Geld nicht mehr zu vergraben pflegt. Das Geld aber, das man in alten Zeiten Vergraben hat, braucht heute nicht mehr getrocknet zu werden. Einmal hat ein Vater, der sein Geld vergrub, bestimmt, dass sein Sohn es nicht eher finden solle, bis er so arm geworden sei, dass er seine Felder mit einem Hahn umpflügen muss. Der Sohn hatte heimlich die Worte des Vaters belauscht. Sobald der Alte gestorben war, spannte er einen Hahn vor den Pflug, knallte mit der Peitsche und begann zu pflügen. Bereits in der zweiten oder dritten Furche begann das Geld zu klimpern und zu klingen und rollte von selbst hervor.

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