Unter verschiedenen Bedingungen verstecktes Geld

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal eine sehr geldgierige Großfrau. Sie pflegte zu sagen: "Wenn, sich die Nacht in den Tag und der Sonntag in einen Werktag wandeln würde, dann könnte man noch viel mehr Reichtum erwerben!" Aber eines Tages wurde die Großfrau sterbenskrank und merkte, dass ihre letzte Stunde herangekommen war. Und wahrhaftig: es war ihre letzte Nacht. Bevor sie erlosch, konnte die Großfrau ihrem Kammermädchen noch zurufen: "Legt mir mein Kopfkissen in den Sarg!" Gut, das Kammermädchen tat es, ohne jemandem etwas davon zu sagen. Die Großfrau wurde in die Totenkammer gebracht. Die Verwandten erschienen, um nach dem vielen Geld der Großfrau zu suchen. Aber sie konnten es nirgends finden. Schließlich fielen sie über das Kammermädchen her: es habe gewiss das Geld gestohlen. Nichts zu machen, das Kammermädchen musste gestehen, dass das Geld vielleicht in dem Kopfkissen zu suchen sei. Jetzt machten sich alle auf und begaben sich in die Totenkammer. Sie schließen die Tür auf, da sehen sie: ein großer schwarzer Hund sitzt zähnefletschend auf dem Sarg der Großfrau. Sobald man näher kommt, knurrt er wie verrückt. Aber Goldstücke hängen ihm an der Schnauze, an den Ohren, an den Augen — überall. Was nun? Die Verwandten der Großfrau verlieren beim Anblick des vielen Goldes fast den Verstand aber sie können nicht herankommen. Schließlich schaffen sie Männer herbei und wollen dem Hund das Gold mit Gewalt entreißen. Die Männer kommen mit Knütteln und anderen Waffen und wollen den Hund in Fetzen schlagen, aber sobald sie den Sarg berühren, versinkt das Gold mit dem Hund in die Tiefe der Erde.

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