Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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Ein Wandersmann, der sich unterwegs verspätet hatte, kehrte in eine Scheune ein, um darin zu übernachten. Er legte sich ins Heu und schlief ein. Plötzlich hörte er Stimmen. Der Wandersmann hob ein wenig den Kopf an und erblickte zwei Männer, die miteinander etwas besprachen. Die Männer hoben einige Balken aus dem Scheunenboden und gingen dann wieder weg. Bald darauf kehrten sie mit einem großen Geldsack zurück. Sie schütteten das Geld in einen Kessel. So gingen sie mehrere Male fort, bis der Kessel voll war. Während sie fort waren, hatte

der Wandersmann zwei Handvoll Gold in seine Tasche gesteckt. Die Männer kehrten zurück und einer von ihnen fragte: "Wie tief in die Erde soll der Kessel versinken?" Darauf antwortete der Andere: "Soweit, wie meine Stimme tragen wird, wenn ich rufen werde, so tief in die Erde soll der Kessel versinken." Dann rief der Mann aus aller Kraft, sodass die Wände der Scheune erzitterten. Gleich darauf, begann der Kessel mit großem Getöse zu sinken. In demselben Augenblick entglitt die Reisetasche den Händen des Wanderers und folgte dem Kessel. Es tat ihm leid um die Reisetasche, aber da war nichts zu machen. Der Wanderer sah sich nach den Männern um, aber die waren schon verschwunden. Wieder hörte man ein Dröhnen in den Tiefen der Erde und die Reisetasche des Mannes wurde aus der Erde geschleudert. Da wurde der Mann sehr froh, ergriff die Tasche und hörte das Geld klimpern. "Dem Teufel hat das Gesangbuch nicht gefallen, deshalb hat er es mir zusammen mit dem Geld zurückgeschickt", sagte der Wanderer. Er hatte nämlich ein Gesangbuch in der Reisetasche gehabt und hatte das Geld auf das Buch geschüttet.

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