Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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Das Schloss von Koknese war stark befestigt. Der Feind hatte es schon seit längerer Zeit belagert und schwer beschossen aber nicht eingenommen. Schon wollte der Feind abziehen, als ein niederträchtiger Schlossbewohner in das Lager des Feindes kam und gegen große Bezahlung bereit war, einen geheimen Weg, der in den Innenhof des Schlosses führte, zu verraten. Gut, der Heerführer war damit einverstanden: er solle den Weg weisen. Der Schuft führte die Feinde in die Richtung des Bilstiņi-Gutes und zeigte ihnen eine kleine Pforte, durch die man zum Schloss gelangen konnte. Ein erbitterter Kampf entstand, aber die Schlossbewohner wurden besiegt, das Schloss wurde niedergebrannt. Frauen stürzten sich durch die Fenster in die Wellen der Düna. Das Gemäuer stürzte ein und verschüttete das Kellergewölbe, in dem viele Schätze und Kostbarkeiten aufbewahrt wurden. Keiner von den Schlossbewohnern — ganz gleich, ob alt, ob jung — wurde verschont, nicht einmal der Verräter selbst. Der Heerführer sagte: "Ich könnte dir das verlangte Geld zahlen, aber, da du seine Brüder so schamlos verraten hast, musst du sterben!" Und, er befahl, dem Mann den Kopf abzuhauen. Nur der Besitzer des Schlosses konnte sich retten: über die kupferne Brücke erreichte er das andere Ufer der Düna und sprengte dann die Brücke in die Luft. Von da aus floh er nach Brunau, wo er die folgende Inschrift, die man noch heute lesen kann, an einem Stein eingemeißelt hat:

"Herr, dir vertraue ich wie einer festen Burg!"

Als er das getan hatte, gab er bekannt, dass derjenige, der seinen Namen erraten wird, die verschütteten Schätze aus dem Kellergewölbe des Schlosses erhalten wird. Aber niemand wusste den Namen des Schlossbesitzers, und er selbst sagte es keinem Menschen. Wohl versuchten viele zu erraten, wie er hieß, aber vergeblich. Niemand erfuhr auch, welches Ende der Schlossherr nahm. Als nun niemand den Namen des Schlossherrn erraten konnte, tauchte der Teufel aus den Fluten der Perse hervor und erriet den Namen. Dafür erhielt er alle verschütteten Schätze. Er packte sie alle in einen Schrein, stellte den Schrein in den Keller und setzte sich selbst in der Gestalt eines kleinen Hundes auf den Deckel des Schreines, um die Schätze zu bewachen. Viele Leute haben versucht, in den Keller zu gelangen und Geld zu holen. In den Keller gelangte sie zwar, aber an den Schrein ließ sie der kleine zornige Hund nicht heran.

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