Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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In der Nähe des Siladzi-Hofes sei an dem Ufer der Gauja, aus dem eine Quelle entspringt, ein Fass mit Geld vergraben. Wer es bekommen wollte, musste dafür eine Henne mit samt ihren Küken geben. Einmal sprachen die Bauersleute des Siladzi-Hofes darüber, ob es denn nicht möglich wäre, das Fass aus der Erde zu holen. Sie begaben sich zu der bestimmten Stelle und versprachen das verlangte Opfer. Sogleich rollte das Geldfass klingend aus der Erde hervor. Die Bauern freuten sich über ihr Glück, rollten das Fass auf zwei Holzklötze und eilten nach Hause, das verlangte Opfer zu holen. Als sie nach Hause kamen, erblickten sie auf dem Hof Rappen, die vor einer schwarzen Kalesche gespannt waren; die Stube war voller Rauch und schwarze Herren kamen auf sie zu und verlangten Hennen und Küken. Die Frauen der Bauern und ihre Kinder aber lagen im Sterben. Jetzt begriffen die Männer, was das, für Hennen und Küken waren, die man für das Geldfass verlangte. Sie lehnten es ab, den verlangten Preis zu zahlen. Da fuhren die Herren sofort davon, der Rauch verflog, und die Frauen und Kinder wurden wieder gesund. Da gingen die Bauern zum Fluss, um nach dem Fass zu sehen. Das Fass lag noch auf den Holzklötzen. Da packten die Bauern das Fass jeder an einem Ende an, um es davonzutragen. Aber das Fass entglitt ihren Händen und versank klingend in die Erde, um nie mehr hervorzukommen.

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