Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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In dem Brunnen des Kaņepāni-Hofes von Bērzaune, befand sich früher Geld, das man nur gegen eine Menschenseele erlangen konnte. Der Bauer, der das Geld gar zu gern gehabt hätte, hieß eine junge Magd sich an einem Sonntagmorgen für den Kirchgang feinmachen. Kurz bevor man zur Kirche fuhr, schickte er sie noch zum Brunnen, Wasser zu holen, denn er habe Durst. Heimlich aber bestimmte er das Mädchen als Opfer für das Geld. Als das Mädchen sich bückte, um Wasser zu schöpfen, fiel es auf den Kopf in den Brunnen und ertrank. Da machte der Bauer sich auf, nach dem Mädchen zu sehen, indem er zu anderen sprach: "Sie wird doch wohl nicht in den Brunnen gefallen sein, da sie so lange fortbleibt!" Als er an den Brunnen kam, fand er den Geldschrein oben auf dem Brunnenrand. Der Schrein war jedoch so schwer, dass er allein nichts damit anfangen konnte. Nun rief er seinen Knecht zu Hilfe. Der Knecht kam herbeigeeilt, streifte die Ärmel hoch und rief aus, indem er den Schrei am Ring ergriff: "Lieber Gott, Väterchen, komm und hilf uns!" Aber sobald er diese Worte ausgesprochen hatte, fiel der Geldschrein in den Brunnen zurück: nur der Ring (der Griff) blieb in der Hand des Knechtes. Diesen Ring haben seine Nachkommen bis auf den heutigen Tag aufbewahrt.

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