Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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Einem Mann war im Traum gesagt worden, dass in dem tiefen Ūkne-See von Dundaga ein großes Fass mit Gold liege. Man müsse einer schwarzen Hengst mit einem Sattel aus Lindenholz satteln und in den Ūkne-See reiten, dann werde sich das Geld aus der Tiefe erheben und hervorkommen. Der Mann, überredete einige andere Männer mit ihm zu gehen. Gemeinsam besorgten sie einen Sattel aus Lindenholz und einen schwarzen Hengst und begaben sich eines Abends an den Ūkne-See.

Der Mann (der den Traum gehabt hatte) wollte in den See reiten, aber der Hengst ließ sich nicht dazu bewegen. Er quälte sich mit dem eigensinnigen Hengst ab; da ertönte plötzlich von irgendwoher eine Stimme: "Auf dem Sattel liegt ein Kreuz! Er sah nach — ja, wahrhaftig. Sobald er nun das Kreuz vom Sattel entfernt hatte, begann der Hengst in den See zu gehen. Da brach ein plötzliches Unwetter aus: Hagel, Donner, weiße, zuckende Blitze. Und es war, als würde man den Hengst mit Gewalt in die Tiefe ziehen. Jetzt glaubte der Mann zu begreifen: er und der Hengst sollten anstelle des Geldes in der Tiefe bleiben. Tödlich erschrocken wendete er den Hengst. Nur mit großer Mühe konnte er doch noch ans Ufer gelangen. Kaum hatte er sich ein wenig vom Wasser entfernt, da war auch das Ungewitter vorbei. Doch der Sinn der Männer stand nicht mehr nach dem Geld.

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