Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Als Ķeizeris vom Urpeļi-Hof einen Graben durch den Ora-Sumpf geschaufelt hat, ist er auf einen Topf mit Silbergeld gestoßen. Aber Jēcis Švidra, der Schuft, hat ihm das Geld abgelistet und lebt jetzt wie ein Großherr. Wenn Ķeizeris, der darob gar betrübt ist, hier, und da von ihm ein wenig Geld bekommt, vertrinkt er es gleich, ja, er ist ein Trinker geworden. Wahrscheinlich hat der, der, das Geld vergraben hat, es so bestimmt. Auch Švidra wird kein gutes Ende nehmen, denn auch er trinkt und gebärdet sich mitunter wie ein Verrückter. Gräbt man gutes Geld aus, kann man glücklich sein, aber solches findet man nur selten! Jeder Geldraffer, der sein Geld vergräbt, verwünscht in seiner Missgunst den, der es eines Tages finden könnte. Findet man vergrabenes Geld, muss man die ersten Geldstücke der Kirche opfern oder sie zum Friedhof bringen und sie dort auf das Grab ders Besitzers legen, dann geschieht dem Finder nichts Böses. Aber woher soll man denn wissen, welches das richtige Grab sein soll! Nicht alles Geld pflegt jedoch schlecht zu sein: das zu Kriegszeiten vergrabene (Geld) ist stets gut, weil die Leute gar keine Zeit gehabt haben, es dem Bösen (dem Teufel) zu überlassen. Auch der flüchtende Feind hat öfters Geld vergraben.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox