Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein großer Trinker; er vertrank sein ganzes Geld und begab sich dann auf den nächsten Berg. Dort trat er an eine alte Eiche und sah: neben der Eiche steht ein Herr, ganz schwarz. Der Trinker fleht ihn an: "Bitte, leih mir etwas Geld!" Der Schwarze antwortet: "Du bist ein großer Trinker — du wirst sowieso gleich alles vertrinken, ich gebe dir nichts!" Ein anderes Mal ging ein armer Melker an der Eiche vorbei. Da trat der schwarze Herr aus dem Stamm hervor und bot selbst an, ihm Geld zu leihen. Der Melker antwortete: "Ich kann kein Geld borgen, ich weiß ja nicht, ob ich es zurückgeben kann oder nicht." Da meinte der schwarze Herr: "Das macht nichts, du kannst es ja auch zu einem, zu zwei Kopeken zurückzahlen — wie es dir möglich ist. Wenn du das Geld hier herbringst, brauchst du nur zu sagen: "Mārtiņš, komm aus dem See hervor! Ich habe dir das Geld gebracht!" Dann werde ich gleich zur Stelle sein, um es in Empfang zu nehmen!" Da sagte der Melker: "Nun, dann gib es auch her!" Der schwarze Herr eilte in die Schlucht hinunter und kehrte bald darauf mit einem Geldsack zurück, den er dem Melker übergab. Jetzt war der Melker ein reicher Mann. Aber er wollte kein Unglück auf sich herab beschwören. Sobald er etwas verdient hatte, brachte er Geld zu der alten Eiche und rief: "Mārtiņš, komm aus dem See hervor!" Der schwarze Herr zeigte sich jedoch nicht mehr. Es erschien ein kleiner Junge und sagte: "Die große Bremse ist von der See hergeflogen gekommen, sie hat Mārtiņš erschlagen. Du kannst das Geld behalten." Jetzt konnte der Melker in Wohlstand leben.

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