Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein sehr geiziger Herr, der seine Leute auf verschiedene Weise quälte und unterdrückte. Dabei war er so eigensinnig, dass es schon ein wahres Wunder war: wenn er sich auf etwas versteift hatte, so mussten es die Leute ausführen — und wenn sie dabei ihren Kopf verlieren würden. Bei ihm stand auch ein gescheiter Bursche in Diensten, der alles, was der Herr ihm auch befahl, ohne Widerrede durchführte. Einmal fiel es dem Herrn, zur kalten Winterszeit ein den Knecht aufs Feld zum Pflügen zu schicken. Der Knecht spannte vier Pferde vor den Pflug und pflügte den auf der festgefrorenen Erde liegenden Schnee, dass die Flocken stoben. Plötzlich stieß die Pflugschar gegen einen Stein. Der Knecht zog den Pferden eins mit der Peitsche über und riss den Stein aus der Erde. Da sprang aus der Stelle, auf der der Stein gelegen hatte, der Teufel hervor. Er spie aus und sagte zu dem Knecht: "Höre mal, das hast du aber schlecht getan! Unter dem Stein befindet sich meine Hölle!" Der Knecht blickte in die Höhle und erblickte wahrhaftig die Hölle, in deren Mitte ein großer Kessel stand, in dem der Teufel die Seelen der Sünder wie Klöße kochte. Da fragte der Knecht: "Und wie soll es denn mit meinem Herrn werden? Wird er auch gekocht werden?" Der Teufel antwortete: "Der hat ein so zähes Leben wie eine Katze. Längst habe ich für ihn einen Platz in meinem Kessel, aber er stirbt und stirbt nicht. Aber seine Zeit wird schon noch kommen. Jetzt sei aber so gut und mache meine Hölle wieder zu, sonst wird sie zu sehr auskühlen."

"Gut, gut“, antwortete der Knecht. Aber was bekomme ich für meine Mühe? Und wie soll ich dich ein andermal finden können?" Der Teufel versprach dem Burschen einen Scheffel Geld. Als der Knecht damit einverstanden war, gab er ihm das Geld und sagte: "Wenn du mich finden willst, so komm zu diesem Stein, umschreite ihn dreimal und erwähne meinen Namen dabei — dann wird sich der Stein von selbst zur Seite wälzen. Als der Knecht mittags nach Hause kam, erzählte er dem Herrn, dass er auf dem Feld die Hölle gefunden habe. Der Herr wollte sich gleich selbst davon überzeugen. Er ging an den Stein, umschritt ihn dreimal und nannte den Namen des Teufels. Da wälzte sich der Stein zur Seite. Der Herr trat heran und guckte hinein — da glitt er aus und fiel in die Hölle hinunter — geradeswegs in den Kessel hinein. Der Teufel wendete ihn mit seiner großen Gabel um und meinte: "Ich glaubte, ich würde nur die Seele bekommen, jetzt bekomme ich auch noch den Leib dazu. Ein fetter Happen!" Vor Freude schenkte der Teufel dem Knecht noch ein ganzes Lof Geld. Jetzt war der Knecht reich. Er heiratete das schöne Fräulein des Herrn und lebte glücklich.

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