Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
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Wenn man in der Johannisnacht an einem einsamen Ort spazieren geht, findet man eine bemerkenswerte Blume. Diese Blume muss man abpflücken und dann weitereilen. Bald darauf ist aber auch der Teufel zur Stelle, der die Blume abkaufen will. Man müsse ihm die Blume verkaufen, denn sonst könne es einem schlecht ergehen. Man könne von dem Teufel so viel verlangen, wie man nur wolle, denn er bezahle es. Es sei jedoch unklug, viel zu verlangen, denn das Geld verwandle sich sowieso in Espenlaub. Wenn man von dem Teufel jedoch nur einen einzigen Rubel verlange, so gibt der Teufel ihn, und dieser Rubel lässt sich nicht mehr ausgeben: man kann dafür kaufen, was man will, der Rubel kehrt immer wieder in die Tasche des Käufers zurück. Einmal hatte ein alter Mann mithilfe eines solchen Rubels viele Schätze angesammelt. Schließlich plagte ihn das Gewissen, das er mithilfe des Teufelsrubels reich geworden war, und nun wollte er den Rubel loswerden. Aber der Rubel kehrte immer wieder in seine Tasche zurück. Schließlich warf er den Rubel auf den Misthaufen und rief aus: "Soll der Teufel den Rubel holen!" Darüber ärgerte sich der Teufel so, dass er den Rubel nicht mehr zurückschickte. Der Alte wollte von seinen Ersparnissen gut leben, aber sie waren bald hin, und nun war er wieder so arm wie vorher. Früher war in Riga eine Menge solcher Rubel in Umlauf. Die Rigaer Kaufleute hatten dadurch große Verluste: kaum hatten sie Geld eingenommen, da war es auch schon verschwunden. Schließlich fanden sie ein Gegenmittel: sie nagelten ein alte Hufeisen verkehrt herum an der Schwelle: nun konnte der Rubel nicht mehr über die Schwelle gelangen.

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