Teufel bewachen das Geld

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

In einem Dorf lebte ein sehr alter Mann mit seinen drei Söhnen. Der Alte war reich und besaß sehr viel Geld. Aber keinem seiner Söhne wollte er das Geld hinterlassen. Eines Tages begab sich der Alte zur Badestube, um sein Geld dem Teufel zu überlassen. Der jüngste Sohn hatte beobachtet, dass sein Vater sich täglich zur Badestube begab, und nun wollte er gern wissen, was er dort machte. Der Sohn schlich sich an die Badestubentür und hörte, dass sein Vater sich in der Badestube zu schaffen machte, aber sehen konnte er nichts. Nun kletterte der Sohn auf den Badestubenboden und schaute durch die Luke hinab. Der Vater hatte gerade einen Kessel mit Geld vollgeschüttet, versenkte ihn in eine Grube und sprach: "Teufel, Teufel, nimm deinen Kessel entgegen!" Der Sohn hörte alles und fragte: "Und für wen ist das Geld in dem Kessel?" Der Vater glaubte, dass der Teufel mit ihm sprach, und antwortete: "Für dich, für dich!" Dann schüttete der Vater die Grube zu, legte die Bretter des Fußbodens darüber, sodass die Stelle nicht zu erkennen war, und kehrte ins Haus zurück. Der Sohn kletterte vom Dachboden herunter, nahm eine Axt und begab sich in den Wald um Holz zu hacken. Nachdem er einen Baum gefällt hatte, ging er wieder nach Hause und erzählte, was er im Wald gesehen hatte, ohne sich anmerken zu lassen, dass er den Vater belauscht und ihn bei seinem Tun beobachtet hatte. Einige Tage vergingen. Der Alte wurde krank und starb. Die Söhne richteten einen Leichenschmaus aus und bestatteten ihren Vater. In der dritten Nacht nach der Beerdigung kam der Teufel zu dem jüngsten Sohn und sagte, er solle das Geld aus seinem Kessel herausholen. Der jüngste Sohn aber hatte Angst, dem Teufel zu folgen, denn er fürchtete sich, der Teufel könnte ihm etwas Böses antun. In der nächsten Nacht weckte der Teufel wieder den jüngsten Bruder aus dem Schlaf und forderte ihn auf, sein Geld zu holen. Aber der jüngste Bruder folgte ihm nicht. In der dritten Nacht bat der Teufel den jüngsten Bruder nicht mehr, das Geld aus dem Kessel zu holen. Als alle bereits fest schliefen, holte er den Kessel mit dem Geld aus der Badstube und schüttete es vor die Tür, so dass das Häuschen erzitterte. Da erwachten die Brüder aus dem Schlaf, zündeten licht an und sahen, dass die Stube mit Goldgeld angefüllt war. Nun verteilte die Brüder das Geld unter sich und lebten friedlich in Reichtum.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox