Manen bewachen Geld

From Pasakas un teikas
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Zur Zeit des schwedisch-russischen Krieges fanden am Ušurs-See schwere Kämpfe statt. Die gefallenen Soldaten wurden gleich am Ufer begraben. Später hat man dort verschiedene Waffen und Menschengebeine gefunden. Die Leute erzählen, dass es dort oft gespukt habe. Auf jenem Friedhof pflegten viele Menschen ihr Geld zu vergraben, denn sie hielten den Friedhof für einen sicheren Ort. Die Eigentümer des Geldes starben, und das Geld blieb in der Erde, wo man es vergraben hatte. Nun begannen die Leute zu reden, dass sich am Ušurs-See Geld befinde, das sich in der Johannisnacht zeige. Man würde das Geld bekommen können, wenn die Verstorbenen, die auf dem Friedhof begraben waren, dort nicht umgingen. Sobald jemand Geld ausgegraben habe, komme eine weiße Gestalt auf ihn zu und werfe den ausgegrabenen Geldtopf in eine tiefe Höhle, die sich von selbst öffne. Aber es fanden sich immer wieder mutige Menschen, die auf den Friedhof gingen und nach vergrabenem Geld suchten. Einmal, es war gerade Johannisnacht, begab sich ein junger kräftiger Mann zum Friedhof und begann dort zu graben. Er schaufelte und schaufelte — schließlich konnte er schon den Topf sehen. Der Jüngling hatte gleich gemerkt, dass sich ihm von hinten etwas Weißes näherte. Aber er achtete nicht darauf und schaufelte nur weiter. Das weiße Gespenst kam herbei und wollte den Topf in die Erde zurückstoßen. Da schlug der Jüngling ihn mit dem Spaten, und das Gespenst verschwand. Der Jüngling grub einen Topf mit Goldgeld aus und versteckte ihn im Reisighaufen in der Nähe seines Hauses. Ein anderer Mann hatte das beobachtet. Er stahl ihm den Topf und wurde ein reicher Mann.

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