Manen bewachen Geld

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein armer Arbeiter. Er arbeitete den ganzen Tag im Schweiße seines Angesichts, aber arm war er und arm blieb er. Als er eines Abends von der Arbeit heimging, regnete es in Strömen. Unterwegs erblickte er am Straßenrand eine Korndarre. Da dachte er: ich will mich unter das Vordach der Korndarre stellen und abwarten, bis der Regen vorbei ist. Er stellt sich unter das Vordach und steht. Da kommt ein Mann aus der Korndarre und fordert ihn auf, einzutreten. Nun, der Arbeiter denkt nichts Arges und geht mit ihm hinein. Es war damals üblich, dass man in den Korndarren arbeitete, deshalb glaubte er, das müsse ein Arbeiter sein. Als sie beide zusammen die Korndarre betraten, war alles dunkel und still. Jetzt wurde es ihm doch ängstlich zumute, aber es half ja nichts: was kommt, das kommt. Der Fremde führte den Arbeiter in eine Ecke der Korndarre und hieß ihn, dort zu graben. Jetzt bekam er es wirklich mit der Angst zu tun, aber er nahm allen Mut zusammen und begann zu graben. Er schaufelte und schaufelte und plötzlich grub er einen Geldtopf aus. Er hob ihn aus der Grube. Da sprach der Fremde zu ihm: "Das Geld kannst du mitnehmen, es gehört dir. Ich musste es jede Nacht bewachen und konnte keinen Menschen finden, dem ich es hätte geben können, denn alle fürchteten sich und ergriffen die Flucht. Trage jetzt dein Geld nach Hause. Gute Nacht!" Gleich darauf war der Fremde verschwunden. Der Arbeitsmann nahm den Geldtopf auf die Schulter, trug ihn nach Hause und lebte nun von dem ausgegrabenen Geld glücklich bis ans Ende seines Lebens.

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