Manen bewachen Geld

From Pasakas un teikas
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Einmal beschloss der Baron von Alūksne (Marienburg), ein neues Schloss zu errichten, aber es gelang und gelang ihm nicht, denn die Mauern brachen immer wieder zusammen. Dann wählte der Baron ein zwölfjähriges Mädchen aus Alūksne und ließ es einmauern. Nun konnte auf der Insel mitten im See ein wunderschönes Schloss errichtet werden. Aber lange stand es nicht dort: es verfiel. Eines Abends spät ging ein Fronarbeiter an der Schlossruine vorbei nach Hause. Da hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach: er solle hundert Katzen erschlagen und ihre Köpfe am nächsten Abend zu der und der Stunde zur Ruine bringen, dann werde er viel Geld bekommen, das dort vergraben sei. Mit großer Mühe gelang es dem Fronarbeiter die verlangten Katzenköpfe zu bekommen, die er zu der vereinbarten Stelle brachte. Jetzt erschien ihm die Rednerin, Marija mit Namen, die sagte, dass sie jetzt aus der Gefangenschaft des Teufels erlöst worden sei. Sie nahm die Katzenköpfe und betrat die Ruine. Nach einer Weile kehrte sie mit einem Geldtopf zurück, den sie dem Mann übergab und sich herzlich dafür bedankte, da er sie erlöst hatte. Plötzlich zerfiel sie zu einem Häuflein Asche. Aber auch der Arbeiter lebte nicht mehr lange: zu Hause angekommen, erkrankte er und starb bald darauf. Mit ihm war auch der Geldtopf verschwunden.

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