Geld in Gestalt von Feuer

From Pasakas un teikas
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Comments: Ders. K. Bankers hat noch zwei Sagen aus Dundaga aufgeschrieben: in einer der Sagen wird das Feuer von zwei schwarzen Männern bewacht, aber einem Mann gelangt es doch, ein Stück Kohle zu erwischen, die sich nachher in Geld verwandelt. (VII, I, 1056, 1). In der anderen Sage bewachen Stiere das Geldfeuer. Einem Mann gelingt es, die Kohlen an sich zu reißen. Da sind die Stiere verschwunden (VII, I, 1066, 1). P.Š.


Zur Zeit des Frondienstes mussten die Fischer von Dundaga reihum jeder eine Woche als Leuchtturmwärter auf dem Leuchtturm von Kolka arbeiten. Der alte Jaunaņņa, der seine Woche auf dem Leuchtturm abgedient hatte, begab sich eines Abends spät nach Hause. Er ging am Meer entlang. Plötzlich erblickte er in Kangeri ein munteres Feuerchen. Er ging auf das Feuer zu. Als er herankam, begriff er sogleich, was das für ein Feuer war, deshalb stieß er seinen Stock mitten ins Feuer in die Erde und ging selbst weiter. Eine Stimme rief ihm nach: "Komm zurück und hole deinen Stock! Komm zurück und hole deinen Stock!" Aber er hörte nicht auf die Stimme und ging nur weiter. Aber jetzt geriet ihm ein Klotz zwischen die Beine, hinderte ihn am Weitergehen und schlug ihm fast die Beine ab. Was nun? Da ging er ins Meer und watete am Ufer entlang durchs Wasser. Dort ist der Klotz ihm nicht mehr gefolgt. Nach einer Weile war der Klotz ganz verschwunden. Zu Hause spannte er sein Pferd vor den Wagen und fuhr los, um seinen Stock zu holen. Er begann an der Stelle zu graben und grub viel Geld aus. Nun konnte er als reicher Mann leben.

Andere Leute erzählen jedoch, dass Jaunaņņa selbst, besonders aber seine Nachkommen, von verschiedenen Übeln heimgesucht wurden. Viel Glück hätten sie nicht gehabt.

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