Geld in Gestalt von Feuer

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Ich hatte ein Anliegen in Šetnurta (Schwarzort. Um drei Uhr brach ich von Preila auf. Als ich zum Štellmaker (Nachname Stellmacher) in Šetnurt. kam, mit dem ich verhandeln wollte, war die Uhr bereits neun. Es war Herbst, und ich wollte gern bei einem guten Menschen übernachten, aber die Leute schliefen schon. Da dachte ich: "Ich will lieber nach Hause gehen." Ich bin Soldat und auf meinen Kaiser vereidigt gewesen, niemand kann mir etwas antun. Als ich den Hügel am Wald erreicht hatte, überlegte ich noch, ob ich umkehren oder weitergehen sollte. Denn ich fürchtete mich doch ein wenig. Schließlich ging ich doch weiter und dachte bei mir: "Sollte ich jemandem begegnen, so werde ich mich schon wehren können!" Als ich den Berg bereits hinter mir hatte und mich dem Meer näherte, erblickte ich etwa 300 Schritt entfernt ein Feuerchen in den Dünen. Als ich mich dem Feuer näherte, wunderte ich mich, was das für ein Feuer sein könnte, denn es war mir nie vorher geschehen, dass ich mich so gefürchtet hätte. Ich ging nur langsam weiter und überlegte dabei, ob ich vielleicht doch zurückkehren sollte oder aber auch nicht. Ich dachte daran, dass das Meer sehr bewegt war und dass sich deshalb keine Fischer und keine sonstigen Leute in der Nähe befanden. Dann zog ich mein Messer aus der Hosentasche, klappte es auf und zog damit ein Kreuz auf die Erde. Dabei dachte ich: sollten sich viele Feinde auf mich stürzen, könnte ich mich hinter das Kreuz retten. Dieser Gedanke gab mir Mut, ich dachte: "Jetzt will ich geradeswegs auf das Feuer zugehen!" Ich dachte auch daran, dass es vielleicht ein Geldfeuer (brennendes Geld) sein könnte. Ich eilte schnell weiter, um möglichst schnell das Feuer zu erreichen. Als ich auf etwa 50 Schritt herangekommen war, verschwand plötzlich das Feuer, aber ich ging auch dann noch weiter, obwohl mich eine so große Angst gepackt hatte, dass ich am liebsten nicht weitergegangen wäre. So, eilte ich dann hinunter zum Meer und ging am Wasser entlang weiter, wobei ich das aufgeklappte Messer, dass ich in meine rechte Rocktasche gesteckt hatte, in der rechten Hand hielt und dachte: "Sollte sich jemand von hinten an mich heranschleichen wollen, werde ich mich seiner mit dem Messer erwehren können. Die Angst verließ mich nicht, bis ich Pervalka erreicht hatte. Unterwegs war ich mehrmals stehen geblieben: ich fürchtete mich so, dass mir die Haare zu Berge standen; ich dachte, es konnte ja sein, dass der Teufel selbst mich verfolgte.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox