Geld in Gestalt von Feuer

From Pasakas un teikas
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In der Nähe eines Bauernhofes befand sich ein See. Der Bauer pflegte oft Fische zu fangen. Einmal hatte er viele Fische gefangen. Er verkaufte sie in der Kreisstadt und vertrank das Geld, das er für sie eingenommen hatte. Als der Bauer heimgekehrt war und sein Pferd abgeschirrt hatte, erblickte er plötzlich ein Feuer mitten auf dem See. Der Bauer ruderte zu dem Feuer hin. Dort angekommen sah er, dass sich an der Stelle ein kleines Haus erhob. In dem Haus brannte ein munteres Feuer. Der Bauer ruderte ans Fenster heran und erblickte drei junge Mädchen, die in dem Häuschen saßen und Kränze flochten. Der Bauer öffnete leise das Fenster und kletterte hinein. Die Mädchen erschraken nicht, sondern nahmen ihn freudig auf: sie deckten den Tisch mit Speisen und Getränten. Der Bauer saß und trank. Wer weiß, wie lange er dort schon gesessen hatte, als er sich schließlich entschloss, wieder nach Hause zu rudern. Die Mädchen gaben ihm einen Sack mit glühenden Kohlen mit. Der Bauer nahm den Sack, bestieg sein Boot und fuhr nach Hause. Er war müde und legte sich zu Hause gleich schlafen. Den Sack, der im Boot zurückgeblieben war, hatte er ganz vergessen. Als der Bauer am nächsten Morgen erwachte, konnte er sich an den gestrigen Tag und die letzte Nacht nicht mehr erinnern. Er beschloss, auf den See hinauszufahren und Fische zu fangen. Als der Bauer ans Ufer kam und sein Boot besteigen wollte, erblickte er den Sack. Als er den Sack öffnete, sah er, dass er mit Gold gefüllt war. Der Bauer nahm den Geldsack und brachte ihn nach Hause. Für dieses Geld trinkt er noch heute, aber er hat noch immer nicht alles vertrunken.

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