Das Geld zeigt sich in der Gestalt eines Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Im Mālu mežs von Lestene befindet sich ein alter Brunnen, in dem einmal eine Truhe mit Geld versenkt worden sei. Wenn man (mit einer Stange) auf den Grund des Brunnens stoße, könne man ein sonderbares Dröhnen hören. Einmal erschien einem Mann das Geld im Traum und sagte zu ihm, er solle um Mitternacht an den Brunnen kommen, dann wolle es sich ihm zeigen. Der Mann machte sich zur vereinbarten Zeit auf den Weg, aber er bekam Angst und trat an den Brunnen nicht heran, denn auf dem Brunnenrand hockte ein großer schwarzer Kater. Einmal gingen drei junge Mädchen von der Badstube durch den Wald nach Hause. Sie hatten Hunde mitgenommen. Die Hunde liefen ein Stück voraus. Plötzlich liefen sie zu den Mädchen zurück und wollten sich bei ihnen verstecken. An derselben Stelle erblickte eines der Mädchen eine Kutsche ohne Fahrer, die von einem großen falben Pferd gezogen wurde. Die Hunde, die sehr scharf waren, bellten sonderbarerweise die Kutsche nicht an, sondern fürchteten sich vor ihr. Auch die Mädchen fürchteten sich und beeilten sich schnell nach Hause zu kommen. Nach einer Weile blickte das Mädchen, dem die Kutsche erschienen war, zurück, aber da war die Kutsche schon verschwunden. Ein anderes Mal ging die Meži-Bäuerin eines Abends spät durch den Wald. Nicht weit von dem Brunnen erblickte sie eine weiße Jungfrau, die auf einem Hümpel saß und mit ihren Fingern spielte. Andere Leute sagten: hätte sie die Jungfrau gegrüßt, hätte sie sich — wenn sie Geld war — gleich in einen Geldhaufen verwandelt.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox