Für Geld wird ein Stier versprochen

From Pasakas un teikas
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Comments: Bielenstein hat 1865 in Jaunpils eine Sage aufgeschrieben (Magazin XIV.B.), nach der ein Mann, der einen Stier am Karātavu kalns (Galgenberg) von Jaunpils vorbei führte, vom Schlaf übermannt wurde. Als er wieder erwachte, war der Stier verschwunden, aber in seiner Tasche fand er soviel Geld, dass der Stier mehr als gut bezahlt war. L.P.


In der Nähe des Īvani-Bauernhofes von Patkule befindet sich ein großer Stein, der den Namen Leišu kārkla akmens (Litauischer Weidensteine) trägt. Eines Tages hüteten Hirten ihr Vieh in der Nähe jenes Steines. Gegen Mittag kam ein schwarzer Herr auf die Hirten zu und versprach ihnen ein Fass Goldgeld, wenn sie ihm dafür den fettesten Stier geben würden. Gut, sie versprachen dem Schwärzen den Stier. Gleich darauf verschwand der Herr, aber unter dem Stein rollte ein Goldfass hervor, dass es nur so klang. Die Hirten wollten sich des Fasses schon bemächtigen, als sie plötzlich einen großen Wolf bemerkten, der auf den verkauften Stier zulief. Sie begannen, zu schreien und die Hunde auf den Wolf zu hetzen. Aber sobald sie anfingen, den Wolf zu vertreiben, rollte das Geldfass unter den Stein zurück. Erst jetzt begriffen sie, dass der Schwarze der Leibhaftige selbst gewesen war, der in Gestalt eines Wolfes sich den Stier holen wollte.

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