Für Geld wird ein Stier versprochen

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Auf der Viehweide des Liedzemnieki-Bauernhofes der Graši-Gemeinde in Livland stand die sogenannte Geldeiche, neben der eine Quelle entsprang. Vor vielen Jahren pflegte dort eine Hirtin ihr Vieh zu weiden. Eines Tages trat sie an die Quelle und sprach: "Wenn das Geldfass aus der Quelle hervorgerollt kommen würde, würde ich gern den besten Stier meiner Herde hergeben!" Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, als auch schon das Geldfass sich vom Grund zu erheben begann. Unwillkürlich wandte das Mädchen ihr Blick der Herde zu und sah, dass ein Wolf, der aus dem Wald hervorgekommen war, sich dem besten Stier näherte. Als sie den Wolf erblickte, begann sie aus vollem Halse zu schreien. Der Wolf erschrak und sprang ins Gebüsch zurück, aber auch das Geldfass versank klingend auf den Grund.

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