Für Geld wird ein Stier versprochen

From Pasakas un teikas
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Will man erfahren, was geopfert werden soll, um vergrabenes Geld aus der Erde hervorzulocken, so muss man an der vermeintlichen Stelle Sand ausstreuen. Am nächsten Morgen wird man im Sand Fußspuren entdecken. Findet man die Fußspuren eines Rindes im Sand, so muss man einen Stier dreimal um die Stelle (an der das Geld vergraben liegt) herumführen und ihn dort (angebunden) lassen. Einmal hat ein Hirtenmädchen Sand ausgestreut. Am nächsten Morgen führte sie einen Stier dreimal um die Stelle herum. Sogleich kam eine Menge Geldes an die Oberflächen. Aber in demselben Augenblick kamen auch zwei große Wölfe aus dem Walde gerannt und stürzten sich auf den Stier. Das Mädchen begann zu schreien (aber das hätte sie nicht tun sollen: in solchen Fällen darf man kein Wörtchen sagen.) Als sie zu schreien begann, versank das Geld wieder in die Erde, es blieb ihr nur soviel zurück, wie sie noch vor dem Schreien in ihre Schürze gesammelt hatte. Einmal hatte ein Mann Sand ausgestreut. Er entdeckte im Sand die Fußabdrücke einer Henne und ihrer Küken. Der Mann war schlauer: er band die Henne an, und kehrte am nächsten Morgen zu der Stelle zurück, um das Geld zu holen. Von der Henne und von den Küken waren nur Knöchelchen übrig geblieben, aber neben den Knochen lag ein Geldhaufen.

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