Für Geld wird ein Stier versprochen

From Pasakas un teikas
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In der Nähe eines Bauernhofes des nordwestlichen Teiles der Medzūla — Gemeinde befindet sich eine Quelle, die heute fast ganz zugewachsen ist. Früher, als das Geld noch den Menschen im Traum zu erscheinen pflegte, haben auch die Bewohner jenes Bauernhofes geträumt, dass auf dem Grund der Quelle viel Goldgeld liege. Da sie den Traum nicht beachteten, erschien er ihnen noch ein zweites, ein drittes Mal. Noch immer schenkten sie dem Traum keine Beachtung. Schließlich erschien dem Hausvater während des Mittagsschlafes ein fürchterlich aussehender Mann im Traum, der ihn ansprach und sagte, sie möchten doch auf ihn hören und ohne Bedenken nach dem Geld graben: wenn die Grube bereits so tief sei, dass man das Geldfass schon sehen könne, sollten sie einen weißen Ziegenbock an die Grube führen und ihn opfern. Als, die Leute eine ziemlich tiefe Grube geschaufelt hatten und bereits auf das Geldfass stießen, holten sie schnell einen weißen Ziegenbock und brachten ihn an den Rand der Grube, banden ihn an und traten dann selbst zurück, um zu beobachten, was mit dem Bock geschehen würde. Kurz darauf erschien ein großer Wolf und näherte sich dem Bock. Da begannen die Leute zu schreien und stürzten sich mit Knütteln auf den Wolf, der schnell die Flucht ergriff. Jetzt kehrten sie an die Grube zurück, aber das Fass war nicht mehr zu sehen — es war versunken.

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