Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde liegen

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Keine Werst von dem Bahnhof von Jaungulbene in Richtung nach Vecgulbene liegt in der Nähe der Eisenbahnlinie auf einem Hügel ein Steinhaufen: Der Rest eines verfallenen Hauses. Früher soll an jener Stelle ein Bauernhaus, Manguži genannt, gestanden haben. Das Haus brannte ab, nur die steinerne Grundmauer und der Keller blieben übrig, übrig geblieben waren auch eine alte Korndarre und zwei Apfelbäume. Es wurde erzählt, dass in dem Keller Geld vergraben worden sei.

Einem Schmied ist danach mehrmals ein kleines Männchen im Traum erschienen. Er sagte ihm, dass in dem Keller Geld verborgen sei, der Schmied solle es ausgraben. Aber er dürfe beim Graben nicht zurückblicken. Eines Tages beschloss der Schmied dann auch nach dem Geld zu graben. Gegen Mitternacht begann er im Keller mit der Arbeit. Nachdem er längere Zeit gegraben hatte, stieß der Spaten gegen etwas Hartes. Er schaute nach: ein Geldtopf! Der Schmied machte sich gleich daran, den Geldtopf aus der Grube zu holen. Aber was war denn das? Hinter seinem Rücken gab es auf einmal gewaltigen Lärm, der von Sturmböen begleitet wurde. Der Schmied erinnerte sich daran, dass er nicht zurückblicken durfte. Deshalb achtete er nicht darauf und holte den Topf aus der Grube. Sobald er aber den Geldtopf auf den Grubenrand gestellt hatte, bemerkte er, dass hinter ihm ein Soldat mit erhobenem Schwert stand. Er wollte damit zuschlagen. Da erschrak der Schmied und zog die Hände von dem Geldtopf zurück. In demselben Augenblick versank das Geld klimpernd in die Erde. Sogleich legte sich der Sturm, alles wurde wieder ruhig und still und der Schmied hörte eine Stimme, die sagte: "Hundert Jahre habe ich (in der Erde) gelegen, hundert Jahre muss ich noch liegen!"

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