Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde liegen

From Pasakas un teikas
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Ein paar hundert Schritte westlich von dem Ušuri-See kreuzen sich an einer Stelle in der Nähe des Forsthauses fünf Straßen. An jener Wegkreuzung liegt ein großer Stein, an dem sich früher Geld gezeigt haben soll.

In einer Johannisnacht wollte ein Mann gar zu gern die Farnblüte sehen. Er begab sich an den großen Stein, wo es Farnkraut gab und begann zu warten. Er wartete und wartete, bis es Mitternacht wurde. Plötzlich erblickte er neben dem Stein ein sonderbares Licht und hörte etwas, das sich wie das Klimpern von Geldstücken anhörte. Und — welch ein Wunder — plötzlich rollte ein Geldfass aus der Erde hervor. Der Mann wollte sich dem Fass nähern, aber plötzlich bemerkte er, dass der Teufel auf dem Geldfass saß und bohrte: Sobald er seinen Bohrer einmal umdrehte, fiel ein Dukat heraus. Da ging der Mann auf den Teufel zu und verlangte, er möchte ihm auch Geld geben. Aber der Teufel "Nein und nein!" Da drohte der Mann: Wenn er ihm kein Geld geben wolle, so werde er ihm das Kreuz zeigen. Da erschrak der Teufel und sagte, der Mann könne mitzählen, dann werde er die von ihm gezählten Dukaten bekommen. Der Mann begann zu zählen und kam bis 999. Auf einmal begann das Fass zu versinken. Der Mann wollte es festhalten, aber da begann auch die Erde zu versinken. Es war nichts zu machen: Der Mann musste das Fass loslassen. Aus dem Fass ertönte eine Stimme: "Tausend Jahre habe ich schon gelegen, nun muss ich noch tausend Jahre (in der Erde) liegen!" Das Fass versank, der Mann behielt nur die 999 Dukaten.

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