Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde liegen

From Pasakas un teikas
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Einmal ging der Darrofenheizer Mārtiņš von Jaungulbene nach Briči. Unterwegs gesellte sich ein feiner schwarzer Herr zu ihm. Der Heizer Martin kümmerte sich kaum um ihn. Er grüßte ihn nur und setzte dann seinen Weg fort. Der feine Herr erwiderte zwar seinen Gruß nicht, aber er folgte ihm. Die Aufdringlichkeit des Herrn gefiel Martin nicht, deshalb rief er aus: "Wenn dich doch der Teufel holen möchte!" Da verwandelte sich der feine Herr gleich in den Teufel. Der Heizer erschrak sich zwar gehörig, den Mut verlor er aber nicht. Er fragte den Teufel, was er wolle. Der Teufel antwortete: "Deine Seele will ich haben!" Als Martin das hörte, ergriff er die Flucht. Plötzlich begann ein Baumstumpf vor ihm herzurollen. Heizer Martin lief weiter. Da zerfiel der Stumpf und an seiner Stelle erhoben sich viele, viele gelbe Schmetterlinge, die um ihn kreisten. Aber er kümmerte sich nicht um sie und lief immer weiter. So gelangte er an die Brücke der Ezerupe. Plötzlich vernahm er eine Stimme, die rief: "Hundert Jahre habe ich schon gelegen, hundert Jahre muss ich wieder liegen!" Die Schmetterlinge verwandelten sich in ein Geldfass, das unter der Brücke in den Fluss versank. Der Fluss entspringt dem Ušuri-See. Die Leute meinen, der Darrofenheizer hätte mit irgendeinem Gegenstand nach dem Stumpf oder nach den Schmetterlingen werfen müssen: Dann hätte er das versunkene Geld bekommen.

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