Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde liegen

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ganz ähnliche Sage hat auch noch O. Preiss von der 47-jährigen A. Opse in Galgauska aufgeschrieben. P. Š.


In der Nähe der Schule von Krapa befindet sich der Friedhofshügel, auf dem früher eine Kirche gestanden haben soll. Aber unter dem Berg lebten Zwerge. Den Zwergen war es nicht recht, dass die Kirchenglocken ihre Ruhe störten. Sie beschlossen, die Kirche einstürzen zu lassen, und eines Sonntags während des Gottesdienstes brachten sie sie zum Einsturz. Jetzt kann man auf dem Hügel nur noch ihre Grundmauern sehen. Nicht weit davon befindet sich eine Quelle. Als die Kirche einstürzte und zerfiel, soll die Kirchenglocke in die Quelle gerollt sein. Um Mitternacht könne man die Glocke in der Quelle läuten hören. Wirft man einen Stein in die Quelle, so versinkt er nicht, sondern dreht sich im Kreis. Auf der anderen Seite des Hügels befindet sich eine Stelle, wo das Fass mit dem Kirchengold versunken sei. Einmal hat ein Hirte, der dort seine Herde weidete, das Fass sagen hören: "Hundert Jahre habe ich gelegen, hundert Jahre muss ich noch liegen!" Dabei rollte es über den Weg, der an dem Friedhofshügel vorbeiführt, und versank in die Erde. Ein Geldstück rollte die Straße entlang und versank dann ebenfalls in die Erde. An jener Stelle, wo es versunken ist, wächst ein Rosenstrauch. Ein anderes Geldstück rollte am Straßengraben entlang. An der Stelle, wo es ebenfalls in die Erde versank, steht jetzt ein Apfelbaum. Am Ostermorgen stehe an der Grundmauer der Kirche ein kleines, weiß gekleidetes Mädchen, dass Vorbeigehende anspreche und sie bitte, zu ihm zu kommen. Wenn jemand auf das Mädchen zugeht, so muss er an seiner Stelle dort stehen bleiben und kann nicht eher fort, bis am nächsten Morgen die Hähne gekräht haben.

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