Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde liegen

From Pasakas un teikas
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Ein Knecht des Dauga-Hofes in Ārlava hatte einen Traum. Darin rief ihm eine Stimme zu: Schaffe einen schwarzen Hengst ohne das kleinste weiße Zeichen herbei und fertige für ihn Zaumzeug aus Lindenbast an. Am nächsten Sonntag während des Gottesdienstes wird auf dem Bunka-Fluss eine Geldtruhe schwimmen. Die Truhe wirst du bekommen können, wenn du mit dem Gewehr, aber ganz allein erscheinst und dich vor nichts fürchtest." Der Knecht erzählte niemandem etwas über seinen Traum. Er schaffte einen schwarzen Hengst herbei und fertigte ein Zaumzeug aus Lindenbast an. Am Sonntag begab er sich an den Bunka-Fluss und wartete. Kurz darauf erhob sich die Truhe aus dem Wasser. Der Knecht spannte den schwarzen Hengst vor die Truhe, bestieg ihn und ritt über den Fluss. Als er ans andere Ufer kam, hörte er wieder eine Stimme, die ihm zurief, er solle schießen. Aber plötzlich erblickte der Bursche am Ufer den Buschwächter und wagte das nicht. Da sank die Truhe wieder in die Tiefe zurück und eine Stimme rief aus: "Hundert Jahre habe ich schon gelegen, nun muss ich wieder hundert Jahre liegen!"

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