Das Geld muss noch 100 Jahre in der Erde liegen

From Pasakas un teikas
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Einmal vor langer Zeit erschien an einem sonnigen Tag auf dem Wasser neben der Brücke, dicht an der Landstraße von Cīruļi nach Ārlava führte, eine Geldtruhe. Auf der Truhe saß eine Frau. Sobald die Dorfbewohner von der seltsamen Erscheinung erfuhren, eilten sie herbei, um sie mit eigenen Augen zu sehen. Die Frau sagte: "Wenn jemand von euch dieses Geld bekommen möchte, so muss er einen Rappen ohne die kleinste weiße Stelle am Fell finden und ein Zaumzeug aus weißem Lindenbast beschaffen. Dann muss er um Mitternacht herbeigeritten kommen, aber ganz allein. Er darf auch kein einziges Wort sprechen." Die Leute zerstreuten sich und beschlossen, um Mitternacht zurückzureiten und das Geld zu holen. Es wurde Nacht, nun fürchteten sie sich. Einer jedoch war bereit. Als er sich gerade anschickte ins Wasser zu reiten, rief ein anderer hinter seinem Rücken: "Aber ich bekomme die Hälfte des Geldes, das du an Land ziehen wirst, denn ich habe dir das Pferd gegeben!" Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, da rief auch schon die Frau in der Truhe: "Hunderttausend Jahre habe ich schon gelegen, nun muss ich noch hunderttausend Jahre liegen." Gleich darauf ist die Truhe mit der Frau versunken. Seit der Zeit hat sich die Truhe nicht mehr gezeigt.

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