Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Einmal entdeckte ein Mann ein Geldfeuerchen und stieß es mit einem Stock auseinander. Als er am nächsten Morgen an die Stelle zurückkehrte, erblickte er die Fußspuren eines Kindes. Da begriff der Mann sogleich, was für ein Opfer hier verlangt wurde. Er dachte darüber nach und sagte dann schließlich: "Wenn das Geld sich schon vorher in meine Hände begeben würde, dann würde ich mich nicht scheuen, das Opfer zu bringen." (Der Mann hatte nur ein Söhnchen.) Gesagt, beschlossen. Am nächsten Abend ging er wieder zu der Stelle und das Geld begab sich tatsächlich in seine Hände, obwohl er das Opfer noch nicht mitgebracht hatte. Der Mann füllte damit ein Hosenbein voll und versteckte dann das Geld auf dem Hausboden. Aber was nun? In der Nacht war der Teufel zur Stelle: Er solle ihm sein Widderchen geben! Der Mann ging in den Stall, nahm das beste Widderchen des Bauern und brachte es zu der Stelle, an der er das Geld gefunden hatte. Doch der Teufel nahm ein solches Widderchen nicht entgegen. Er solle ihm das andere Widderchen bringen! Der Mann dachte: "Ich werde ja doch keinen Frieden finden, da muss ich doch wohl das Geld zurückbringen." Er brachte das Geld zurück, das mit Getöse in die Erde versank.

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