Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Einem Mann wurde im Traum gesagt, er solle aufbrechen, um nach Geld zu graben und er brauche nicht zu befürchten, dass ihm etwas Schlimmes geschehen könne. In der nächsten Nacht machte der Mann sich auf den Weg zu einer Eiche und begann dort zu graben, so dass ihm der Schweiß über den Leib rann. Plötzlich hörte er Lärm hinter seinem Rücken und drehte sich um: Ein schwarzer Reiter galoppierte auf ihn zu und rief: "Was tust du da?" Der Mann antwortete: "Ich grabe nach Geld!" — "Du sollst hier nicht graben, das Geld gehört mir!" Aber der Mann hörte nicht auf ihn und grub einfach weiter. Der Schwarze tanzte um ihn herum, drohte und beschwor ihn, nicht weiter zu graben, denn sonst werde es ihm schlecht ergehen Aber der Mann achtete nicht darauf und setzte seine Arbeit unbekümmert fort. "Siehst du, dass dein Haus brennt?" Der Mann schaute hin: wahrhaftig! Aber er kümmert sich auch darum nicht, wenn er nur das Geld bekommen kann. Da drohte der Schwarze ihn zu erstechen, wenn er nicht weggehen würde. Der Mann achtete weiterhin nicht auf ihn, denn er stieß bereits auf den Geldbehälter. Da stieß ihm der Schwarze seine Lanze in den Leib, so dass die Eingeweide hervorquollen. Der Mann merkte nichts, aber aus Angst, dass nun wohl sein Ende gekommen sei, ergriff er die Flucht und rannte nach Hause. Als er dort anlangte, fand er alles in Ordnung und war selbst gesund und ohne Verletzungen, nur einige Stücke Birkenrinde hingen an seinem Rock. Jetzt eilte er an die Stelle der Grube zurück, aber sie war nicht mehr zu finden und er vermochte nichts mehr auszugraben: weder Geld noch irgendetwas anderes.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox