Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Einmal ging ein Wanderer an einem heißen Tag um die Mittagszeit an dem Kadupu kalniņš vorbei. Er war sehr müde. Um sich zu erholen, wich er von der Straße ab und legte sich am Fuße des Hügels neben einen Strauch hin. Da erschien dem Wanderer ein kleines graues Männchen im Traum, das zu ihm sprach: "An der Stelle, wo du schläfst, ist eine Geldtruhe vergraben. Hinter dem Hügel unter einem Stein befindet sich der Schlüssel der Truhe." Er solle um Mitternacht den Schlüssel holen, ein Kreuz auf der Stelle, auf der er jetzt liege, ziehen und dann zu graben beginnen. Nur zurückblicken dürfe er dabei nicht. Als der Wanderer erwachte, begab er sich auf den nahe gelegenen Bauernhof und erzählte dem Bauer seinen Traum. Um zwölf Uhr in der kommenden Nacht machten der Bauer und der Wanderer sich auf den Weg, um nach dem Geld zu graben. Der Wanderer nahm den Schlüssel und zog ein Kreuz an der bezeichneten Stelle. Dann begannen sie zu graben. Sie brauchten nicht lange, bis sie bereits auf den Deckel der Truhe stießen. Aber in demselben Augenblick erschienen weiße Gestalten hinter ihnen. Die Geldgräber schauten jedoch nicht zurück, sondern gruben einfach weiter. Plötzlich kam die Bäuerin gelaufen und schrie: "Das Haus brennt! Das Haus brennt!" Der Bauer blickte zurück. In demselben Augenblick versank die Geldtruhe klimpernd in die Tiefe.

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