Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Etwa anderthalb Werst von der Gemeindeschule von Vecgulbene entfernt befindet sich der Purkaļi-Hof. Früher hat dort ein Wirtshaus gestanden, an dem eine Straße vorbeiführte. Jenseits der Straße befand sich ein Gebüsch, hinter dem Gebüsch ein Tannenwäldchen. Der Wirt war ein alter Mann, aber er hatte junge Burschen als Helfer. Eines Nachts hatte einer von diesen geträumt, dass hinter einem Strauch am Waldrand eine Geldkiste vergraben sei. Am nächsten Morgen erzählte er den Traum seinem Freund und auch dem Wirt. In der nächsten Nacht brachen alle drei auf, um nach dem Geld zu graben. Die Wirtin blieb am Fenster, um aufzupassen, ob nicht jemand gefahren oder gegangen kam. Sie begannen zu graben und konnten bald schon den Deckel der Geldkiste sehen. Auf einmal hob der Wirt den Kopf und erblickte den Großherrn, der sich in einer prächtigen Kalesche mit vier Pferden davor näherte. Da sagte der Wirt: "Wie sollen wir jetzt weitergraben. Gehen wir lieber solange in den Wald, bis der Großherr vorbeigefahren ist. So machten sie es. Als der Großherr wieder verschwunden war, kehrten sie an die Grabungsstelle zurück. Aber von der Geldkiste war keine Spur mehr zu sehen. Da war nichts zu machen, sie gingen wieder heim. Da fragte die Wirtin: "Nun, habt ihr viel Geld ausgegraben?" Der Wirt erzählte so und so: Der Großherr sei vorbeigefahren. Während sie sich versteckt hätten, sei die Geldkiste verschwunden. Da wunderte sich die Wirtin und sagte, sie habe doch gar nichts gesehen. Sie seien einfach Dummköpfe, die vor Gespenstern ausgerissen seien.

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