Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Mein Vater schlief auf dem Stallboden. Eines Nachts hört er, dass jemand herankommt und zu ihm spricht: "Franz, steh auf und hole das Geld, das im Nachbargarten neben der großen Linde vergraben worden ist!" Mein Vater erhob sich — es war so gegen Mitternacht —, zog sich an, nahm einen Spaten, begab sich an die Linde und begann dort zu graben. Er grub und grub, da hörte er auf einmal, dass etwas unter seinem Spaten erklang. Er schaute nach: Geld. Als er sich gerade bücken wollte, um es herauszuholen, hörte er, dass die Landstraße erdröhnte wie unter den Hufen von mehreren Pferden, die eine Kalesche ziehen. Die Linde stand nämlich geradewegs am Straßenrand. Er versteckte sich hinter den Lindenstamm, damit die Vorbeifahrenden ihn nicht bemerkten. Etwas brauste an ihm vorbei, die Erde erzitterte. Nun, dachte er, jetzt kann man ja das Geld nehmen. Er bückte sich nach dem Geld, aber davon war keine Spur mehr zu finden.

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