Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Eine andere Sage erzählt, dass Geldgräber an einer heiligen Eiche zu graben begonnen hatten. Es war eine stille und warme Sommernacht. Sie gruben schon eine ganze Weile, alles war still und ruhig. Doch plötzlich erklang aus dem Strudel des Rauza-Flusses ein dumpfes Grollen und das Wasser begann zu brodeln und zu wogen. Die Erlen und Weidenstrauche, die dort am Ufer standen, begannen zu knacken, und ein schwarzer Eber, so groß wie ein ausgewachsenes Pferd, brach aus dem Gebüsch hervor. Der Eber blieb zunächst am Ufer stehen, scharrte mit den Füßen die Erde, grunzte und fletschte die Zähne, so dass ihm weißer Schaum vor das Maul trat. Die Geldgräber setzten ihre Arbeit fort. Als der Eber sich ihnen jedoch zuwandte, zornige Laute von sich stieß und auf sie losrannte, da erschraken die Geldgräber und ergriffen die Flucht. Der Eber rannte an die Grube und scharrte sie wütend mit den Füßen wieder zu. Die Gräber sahen eine Weile dem Tun des Ebers zu. Da hatte das Tier wahrscheinlich die Geldgräber wieder bemerkt und rannte wieder auf sie zu. Die erschrockenen Burschen ergriffen erneut die Flucht. Der zornige Eber verfolgte sie grunzend noch eine ganze Weile. Schließlich kehrte er jedoch an die heilige Eiche zurück, wo er noch lange Zeit mit den Füßen scharrte und zornig schnaubte.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox