Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Nicht weit vom Indeņi-Hof in Talsi befindet sich eine Quelle. In der Quelle liegt ein großer bemooster Stein. Alte Leute erzählen, der Stein sei ein Goldfass. Derjenige, der das Gold bekommen wolle, müsse einem schwarzen Pferd Zaumzeug aus Lindenbast anlegen und Zügel aus demselben Stoff um den Stein schlingen, dann könne er ihn ans Land ziehen. Der Mann selbst müsse das Pferd besteigen und schießen, aber er dürfe nicht zurückblicken. Einmal beschloss ein Mann, der einen Rappen besaß, in den Besitz des Geldes zu gelangen. Er legte dem Pferd Zaumzeug aus Lindenbast an und begab sich eines Sonntagmorgens an die Quelle. Er band die Zügel um das Fass (=um den Stein), bestieg das Pferd und trieb es an. Da begann der Donner zu grollen, Blitze zuckten flammend auf. Der Mann achtete nicht darauf und schickte sich gerade an zu schießen, als plötzlich jemand hinter seinem Rücken etwas rief. Da vergaß er, dass man nicht zurückblicken durfte, und tat es. In demselben Augenblick legte sich das Unwetter, und das Geldfass versank in die Quelle zurück.

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