Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Dort wo heute die Kirche von Nītaure steht, erhob sich früher ein prächtiges Schloss. Einmal zur Kriegszeit wurde es von Feinden belagert und zerstört. Um nicht lebendig in die Hände der Feinde zu fallen, bestieg der Schlossherr zusammen mit seiner Familie die Kutsche, fuhr ins Moor und ertrank. Sein ganzes Geld hatte er schon am Tag vorher in einen Sarg geschüttet und den Sarg in eine Quelle versenkt, die keinen Grund hatte. Eines Tages erblickte ein Bursche, der am Moor vorbeiging, dass das Wasser in der Quelle zu brodeln und zu kreisen begann. Bald darauf sah er den Sarg, der sich aus der Tiefe erhob und ans Land schwamm. Da dachte der Bursche sogleich, dass das Geld für ihn bestimmt sei. Er bückte sich und ergriff die Kante des Sarges. Sogleich schnellte der Sarg wieder zur Mitte der Quelle und riss ihn mit sich. Ein Glück, dass der Bursche noch auszurufen vermochte: "Herr, hilf mir!" Da gelang es ihm, sich von dem Sarg zu befreien und ans Land zu schwimmen. Das Geld aber versank wieder in den Abgrund. Der Bursche war diesmal mit Angst und nassen Kleidern davongekommen.

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