Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Nicht weit von dem Puriņi-Hof von Jaungulbene entfernt erhebt sich ein Berg, den man den Puriņu kalns nennt. Ein Abhang des Berges ist sehr steil, die anderen weniger. Jetzt befinden sich im Puriņu kalns Kartoffelmieten, in halb verschütteten Höhlen liegen zerbrochene Kriegswaffen und Menschengebeine herum; beim Graben der Kartoffelmieten hat man sogar vollständige Menschenskelette gefunden: Es waren die Überreste schwedischer Soldaten. Einmal hatten die Schweden im Kriege auf dem Purinberg ihr Lager aufgeschlagen. Sie stellten Wachen auf, legten sich hin und waren bald darauf eingeschlafen. Aber auch die Wächter überfiel die Müdigkeit derart, dass sie einschliefen. Unvermutet wurden sie von den Russen überfallen und erschlagen. Die Toten wurden von den Russen daselbst auf dem Purinberg begraben. Nach vielen Jahren kam eines Sonntags ein Mann aus der Kirche. Er setzte sich am Purinberg hin, um sich auszuruhen, dabei schlief er ein. Da sah er folgenden Traum: Viele schwedische Soldaten versammelten sich unter der Leitung ihrer Offiziere auf dem Purinberg. Ein Offizier begann aus einem großen Fass Geld an die Soldaten zu verteilen. Sie schütteten das Geld in einen Kessel und vergruben ihn mit dem kostbaren Inhalt unter einem großen Stein. Da kam ein Soldat auf den Schlafenden zu, zupfte ihn am Bein und sagte: "Komm mit marschieren!" Der Schläfer erwachte, aber da war kein Soldat mehr zu sehen, in der Nähe des Steines aber hörte er etwas wie das Aufklimpern von Geld.

Der Mann ging nach Hause. In der nächsten Nacht machte er sich aber auf den Weg, um nach dem Geld zu graben. Er grub und grub – plötzlich stieß der Spaten gegen etwas Hartes. Da sprang der Offizier, den der Geldgräber im Traum gesehen hatte, über die Grube hinweg. Der Gräber erschrak sehr und blickte zurück. Da war der Geldkessel verschwunden.

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