Geldgräber werden gestört

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Keine Werst vom Ruņģi-Hof in Cesvaine entfernt befindet sich ein mit Haselnusssträuchern und Linden bewachsener Hügel, der den Namen Geldhügel hat. Um den Hügel herum breiten sich die Felder und die Wiesen des Ruņģi-Hofes aus, durch die ein Bach fließt. Die alte Landstraße, die schon zur Schwedenzeit bestanden haben soll, führt an dem Hügel vorbei. Es wird erzählt, dass auf der Anhöhe Geld vergraben worden sei. Viele haben danach gesucht, deshalb ist der Hügel umgewühlt worden, so dass dort tiefe Gruben und Höhlen entstanden sind.

Es lebten einmal zwei Flachsbrecher: Der eine war ehrlich und aufrichtig, der andere böse und verlogen. Eines Nachts hatte der ehrliche Flachsbrecher einen Traum. Er befand sich auf dem Geldhügel. Dort hörte er etwas wie ein Weinen. Er träumt: Ein winzigkleines Männchen steht da und weint bitterlich. Der Flachsbrecher fragte das Männchen nach seinem Kummer. Darauf antwortete der Alte: "Wie soll ich denn nicht weinen? Dort unter der alten Linde liegt mein Glück begraben. Als der Flachsbrecher erwachte, erzählte er seinen Traum seinem Kameraden. Der andere dachte eine Weile darüber nach und sagte dann, dass dort sicher Geld vergraben worden sei. Sie sollten danach graben. Gesagt, getan. Sie begannen unter der alten Linde zu graben. Sie gruben und gruben: Da fanden sie einen Topf, der mit Geld gefüllt war. Als der unehrliche Flachsbrecher das viele Geld sah, tat es ihm sehr leid, die Hälfte davon seinem Kameraden abgeben zu müssen. Da kam ihm ein böser Gedanke: Er wollte ihn umbringen. Er wartete eine günstige Gelegenheit ab und wollte sich schon auf den anderen stürzen, als plötzlich eine Stimme aus dem Geldtopf ertönte: "Ich bin für den Frieden, nicht aber für den Hass bestimmt. Beide Geldgräber erschraken sehr und sahen sich nach dem Geldtopf um, aber der war inzwischen schon verschwunden.

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