Naudas racēji iztraucēti / Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Place of recording Domopole
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Vysim zināms, ka Juoņa dīnas naktī var atrast naudu. Juoņa dīnas naktī naudas sorgi sasalosa piertī apsprīstīs par naudas uzglobuošonu un arī izzaper. Ka gribi nūzaklausīt un izzynuot, kur nauda nūglobuota, vajag apmaukt aramū zyrga komotu ap koklu, izkuopt uz pierts grīstu, tod var vysu dzierdēt un izzynuot, kur atsarūn nauda. Reizi divēji puiši sasarunoj, aizīt un izkuop uz pierts. Vīns apmauc aramū zyrga komotu koklā, pīlīk ausi pi īsalnīcas cauruma un klausās. Tuo, kuram komots ap koklu, cyti nu pierts navar redzēt. Klausās, klausās — dzierd: ap pušnaktim sasalosa naudas sorgi piertī, izzaper un suok sprīst — stuostīt, kuram drūšā vītā nauda atsarūn, kuram nadrūšā. Sasarunoj divēji naudu puornest uz cytu vītu, a jis dūmoj klausīdamīs: "Es vīns pats aizīšu, un ka jī naudas skreini ness, naudu nu jīm atjemšu." Nikuo nasacīdams ūtram, kurs sēdēja uz pierts jumta, nūkuop nu pierts un īt pēc tīm divējim, kuri sasarunuoja naudu puornest uz cytu vītu. Naudas sorgi atīt uz nūsacītū vītu pajem naudas skreini un nas. Daskrīn kluot puiss, dasaker pi naudas skreines un valk uz sevim, grib atjemt naudu nu nesējim, bet navar: tī divējūs stypruoki un raun jū pa ceļu leidza ar sevim. Puiss grib izzaraut, atstuot vysu un skrīt uz sātu, bet navar: naudas sorgi valk jū ar sevim. Tod jis puorsabeidis suok klīgt: "Ļautiņi, gluobīt, ļautiņi, gluobīt!" Saucīni izdzierd Juoņa nakts leiguotuoji, suoka skrīt paleigā, un naudas sorgi palaidja puisi vaļā, a cytaidi byutu nūžņauguši. Kab jis pasacējis sovam ūtram draugam, jī obēji byutu naudu atjēmuši, a jis kai vīns pats daudzi gribēja, tai tikkū dzeivs pats tyka vaļā. Es ist allgemein bekannt, dass man in der Johannisnacht Geld finden kann. Die Hüter des Geldes versammeln sich in der Johannisnacht in Badestuben, wo sie miteinander die Möglichkeiten der Geld Verwahrung besprechen und sich ein Dampfbad gönnen. Wenn man sie belauschen und auf diese Weise erfahren will, wo verborgenes Geld liegt, muss man sich das Kummet des Ackerpferdes um den Hals legen und sich, auf dem Badestubenboden verstecken: dann hört man alles und erfährt, wo Geld zu finden ist. Einmal beschlossen zwei Burschen sich auf dem Boden zu verstecken. Einer von ihnen legte sich das Kummet um den Hals, drückte das Ohr an die Abzugsluke und horchte. Den, der das Kummet um den Hals hatte, konnten diejenigen, die sich in der Badestube befanden, nicht sehen. Er horcht und horcht. Gegen Mitternacht versammeln sich die Wächter des Geldes in der Badestube, nehmen ein Dampfbad und beginnen dann über ihre Angelegenheiten zu reden: Wer an einer sicheren, wer an einer unsicheren Stelle sein Geld verwahrt. Zwei beschlossen, ihr Geld von einem Ort an einen anderen zu schaffen. Der Bursche, der sie belauschte, dachte bei sich: "Ich werde mich allein auf den Weg machen und ihnen das Geld, das sie an einen anderen Ort tragen möchten, unterwegs wegnehmen." Ohne ein Wort seinem Kameraden, der auf dem Dach der Badestube saß, zu sagen, stieg er hinab und folgte den beiden Geldwächtern, die ihr Geld an einen anderen Ort bringen wollten. Die Wächter begaben sich zu der Stelle, an dem es verborgen war, nahmen den Geldschrein und machten sich mit ihm auf den Weg an einen anderen Ort. Da kam der Bursche herbeigelaufen, packte den Geldschrein und wollte ihn den Trägern entreißen, vermochte es jedoch nicht. Die beiden Anderen waren stärker als er und zogen ihn mit sich fort. Da wollte der Bursche sich losreißen und mit leeren Händen nach Hause fliehen, aber auch das vermochte er nicht: Die Geldwächter zogen ihn mit. In seiner Angst begann er zu schreien: "Liebe Leute, rettet mich, rettet mich!" Die Sänger der Līgo-Lieder, die in der Johannisnacht unterwegs sind, hörten sein Schreien und eilten ihm zu Hilfe. Da ließen die Geldwächter den Burschen los, andernfalls hätten sie ihn erwürgt. Hätte er seinem Freund gesagt, was er gehört hatte, so wäre es ihnen mit vereinten Kräften gelungen, den Wächtern das Geld zu entreißen, aber wer für sich allein alles haben will, der kann glücklich sein, wenn er mit dem Leben davonkommt.
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