Geldgräber werden gestört

From Pasakas un teikas
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Comments: J. Simenovs in Dole hat eine Sage aufgeschrieben, in der der Knecht des Nachbarhofes, der unvermutet vorbeigeht, die Geldgräber stört (VII, I, 1017, 2). In einer anderen Variante tut es die Magd des Nachbarn (VII, I, 1017, 3). P. Š.


In der Kirche von Biksere stand ein großes Fass, in dem das Kirchengeld aufbewahrt wurde. Als einmal Feinde heranrückten, wussten die Leute nicht, wo sie das große Fass vor dem Feind, der plündernd und alles zerstörend durch das Land zog, verstecken sollten. Schließlich beschlossen sie, das Fass in den See zu rollen, der heute Vecezers (der Alte See) genannt wird und sich nicht weit vom Gutshof zwischen zwei Hügeln befindet. Damals gab es in Biksere noch keinen zweiten See. Viele Jahre später, als es wieder Frieden gab und das neue Gutshof errichtet worden war - das alte Gutshaus und die Kirche waren zerstört worden - beschlossen kräftige Männer, das große Geldfass aus dem See zu holen. Man konnte es nur um die Mittagszeit tun. Die Männer hatten bereits Stricke um das Fass gewunden und begannen, es heraufzuziehen. In dem Augenblick jedoch, als das Geldfass schon an der Oberfläche des Wassers erschien, ging der Gutsherr von Biksere vorbei und sagte: "Gott helfe euch, Kinder! Wie geht es?" Sobald der Gutsherr diese Worte ausgesprochen hatte, rissen die Stricke durch und das Fass rollte in den See zurück.

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